Das Grundstücksrecht

 

Bevor die Entscheidung fällt, welches Grundstück wie bebaut werden soll, sind häufig folgende Fragen zu klären:

 

Ist nach dem öffentlichen Baurecht eine Baugenehmigung erforderlich und falls ja, ist deren die Erlangung sicher?

 

  • Verneinendenfalls ist eine Bauvoranfrage einzuholen oder zu prüfen, ob der öffentlichrechtliche Istzustand umgangen (Erlangung eines Dispenses) oder geändert werden kann. Letzteres hat mit der Mitwirkung bei der Gestaltung von qualifizierten Bebauungsplänen oder der Ausarbeitung eines Städtebau- und Erschließungsvertrages zu tun.

 

  • Stehen Baulasten, Grunddienstbarkeiten oder sonstige (etwa nachbarrechtliche) Beschränkungen der Bebaubarkeit entgegen?

 

  • Ist der tatsächliche Zustand des Grundstücks für die beabsichtigte Bebauung geeignet? Ist der Baugrund tragfähig oder wäre die Einholung eines Baugrundgutachtens ratsam? Ist mit Altlasten zu rechnen?

 

  • Die zur Klärung dieser Fragen mit Fachleuten (Architekten und Ingenieure) zu schließende Verträge sollten auf diese Besonderheiten abgestimmt sein.

 

  • Besteht die Möglichkeit, dass die geplante Baumaßnahme zu Schäden an der vorhandenen Bebauung auf Nachbargrundstücken führt, sollte vorab eine Beweissicherung durchgeführt werden.

 

  • Soll das Grundstück erst noch erworben werden, ist zu prüfen, ob dies zu Eigentum geschehen soll oder welche Alternativen (Erbbaurecht, Nießbrauch etc.) in Betracht kommen und ob Wohnungseigentum begründet werden soll.